Neuer Roman · Kalligram, 2026

Üst

„Wie viel Glück braucht ein Leben?“

Die Geschichte einer Familie und ihres Papierwarenbetriebs über mehr als hundert Jahre – von 1904, als der junge Manó Wolfner ein Schiff nach Amerika besteigt, bis ins erste Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts.

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Üst

Roman · Kalligram · 2026 · auf Ungarisch Neu

Üst

„Wie viel Glück braucht ein Leben?“ – diese Frage stellt der Roman in seiner über Generationen gespannten Geschichte immer wieder. 1904 besteigt der junge Jude Manó Wolfner ein Schiff, um mit seinen Brüdern in Amerika sein Glück zu versuchen. Von ihnen getrennt, steht er bald auf eigenen Füßen, lernt ein Handwerk und kehrt nach Ungarn zurück, um seine Jugendliebe zu heiraten. Mehr als hundert Jahre lang folgen wir dem Schicksal seiner Familie, das zugleich die Geschichte des Familienunternehmens ist. Während der Deportationen, der Verstaatlichung und der Zwangsaussiedlung, später im Sozialismus und in den Jahren nach der Wende findet sich immer eine Idee, ein zäher Trotz oder ein Schlupfloch, mit dem der Papierwarenbetrieb weiterlebt und gedeiht. So gelangen wir ins erste Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts, in dem Gyuri, der zum Großunternehmer gewordene Erbe in dritter Generation, Bilanz ziehen muss: Was war der Preis des Erfolgs – und womit bezahlt eine Familie dieses gewisse Glück?

Roman · Kalligram · 2023

Akit itt felejtettek

„Auf der Schulter meines Vaters konnte man nicht weinen.“ In diesem ersten Satz steckt – leicht übertrieben – der ganze Roman. Die Erzählerin möchte ihren Vater verstehen: traumatisiert, gerissen, rücksichtslos, charmant, und über seine Kindheit schweigt er beharrlich. Viktória Lugosi fragt hartnäckig und zärtlich zugleich; die Geschichte ist wendungsreich und erschütternd, die Prosa präzise und fein. Darin verborgen ist eine bisher nie erzählte Geschichte: die Jahre des Kinderdorfs von Deszk, das nach dem Zweiten Weltkrieg verwaiste und halbverwaiste jüdische Kinder an Leib und Seele heilen und auf ein neues Leben in Israel vorbereiten sollte. Die meisten gingen fort – einige aber blieben.

„Die Autorin hat es in den Fingerspitzen: Man muss nicht das Große kennen, sondern die Details.“

András Visky
Ungarische Ausgabe ↗
Kritiken →

Roman · 2000 · fünf Auflagen · Originaltitel: Ajvé

Ajweh

Ein sehr feinfühliges kleines Mädchen erzählt von den prägendsten Erlebnissen ihrer Kindheit: von ihrer wunderschönen Mutter, von der Großmutter, einer Dame, die bessere Tage gesehen hat, von den Sonntagsbesuchen beim Vater, dem wunderbaren, liebenswerten Stiefvater, von Schulkameraden, von allen Schönheiten und Schmerzen der Kádár-Zeit, von Ferienlagern, amerikanischen Verwandten und duftenden Radiergummis. Drei Generationen einer jüdischen Familie – mit feinem Humor und tiefer Menschenkenntnis erzählt.

„Genau, mutig, vergnüglich und erschütternd.“

Zsuzsa Rakovszky

Roman · 2018 · Originaltitel: Vándorhomár

Der Wanderhummer

Ein Geschäftsmann. Ein Bankangestellter. Ein Geschichtslehrer. Eine Hausfrau. Nichts Gemeinsames, nichts Besonderes. Und doch verbindet sie der Zusammenbruch des Sozialismus, der ihnen Träume und Chancen raubt, eine Stadt, die jede Stadt Osteuropas sein könnte – und ein Geheimnis. Eine wirbelnde Geschichte über die letzten dreißig Jahre: über Hoffnung, Fehltritte, Verwirrung und Selbsttäuschung in der postsozialistischen Welt.

„Der Wanderhummer zeichnet spannende Porträts der Verlierer und Gewinner der vergangenen Jahrzehnte.“

György Dragomán
Dafke

Roman · 2009

Dafke

In humorvollen und zugleich erschütternden Momentaufnahmen erzählt der Roman, mit welcher elementaren Kraft Unfruchtbarkeit das Leben einer Familie aus den Angeln hebt.

Märchenroman · 2002 IBBY-Preis

Hümmögő

Eine Giraffe ist aus dem Zoo geflohen, weil die Tiere dort schlecht behandelt wurden. Der weise Hümmögő schmiedet mit seinen Freunden einen teuflisch klugen Plan, um alle Leidenden zu retten – und schließlich wird neu gewählt, wer den Zoo leiten soll. Und damit fangen die Abenteuer erst an. Ausgezeichnet mit dem IBBY-Preis als Kinderbuch des Jahres.

„Mich haben ihr Humor, ihre feine Ironie und jene innere Heiterkeit begeistert, ohne die man kein gutes Kinderbuch schreiben kann.“

Ervin Lázár
Kritiken →

Weitere Texte

Märchen und Erzählungen

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Lesungen und Signierstunden

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Porträt von Viktória Lugosi

Biografie

Viktória Lugosi

Geboren 1962 in Budapest. Ihr erster Roman Ajweh (Ajvé, 2000) erreichte bisher fünf Auflagen. Er lässt uns das Leben im Ungarn der Kádár-Zeit mit den Augen eines kleinen Mädchens sehen und erzählt zugleich die Geschichte dreier Generationen einer jüdischen Familie – mit feinem Humor und tiefer Menschenkenntnis.

Ihr Roman Dafke (2009) zeigt in humorvollen und zugleich erschütternden Momentaufnahmen, mit welcher elementaren Kraft Unfruchtbarkeit das Leben einer Familie erschüttert. Ihr Märchenroman Hümmögő erhielt nach seinem Erscheinen 2002 den IBBY-Preis als Kinderbuch des Jahres. Der Wanderhummer (Vándorhomár) erschien 2018 und liegt inzwischen in zweiter Auflage vor. 2023 folgte bei Kalligram Akit itt felejtettek; ihr neuester Roman, Üst, erscheint 2026 ebenfalls bei Kalligram.

  1. 2000Ajweherster Roman, fünf Auflagen
  2. 2002HümmögőMärchenroman, IBBY-Preis
  3. 2009DafkeRoman
  4. 2018Der WanderhummerRoman, zwei Auflagen
  5. 2023Akit itt felejtettekRoman, Kalligram
  6. 2026ÜstRoman, Kalligram

Sie haben es gelesen. Und das geschrieben.

Ajweh

Roman

„Auf einen Sitz liest man Agatha Christie und Chandler. Und Viktória Lugosi.“

Miklós Jancsó

Der Wanderhummer

Roman

„Am Morgen weiß man: Viktória Lugosi hat eine Bewunderin dazugewonnen.“

Éva Péterfy-Novák
Weitere Kritiken
viktoria.lugosi@kaviart.eu

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