
Üst
„Wie viel Glück braucht ein Leben?“ – diese Frage stellt der Roman in seiner über Generationen gespannten Geschichte immer wieder. 1904 besteigt der junge Jude Manó Wolfner ein Schiff, um mit seinen Brüdern in Amerika sein Glück zu versuchen. Von ihnen getrennt, steht er bald auf eigenen Füßen, lernt ein Handwerk und kehrt nach Ungarn zurück, um seine Jugendliebe zu heiraten. Mehr als hundert Jahre lang folgen wir dem Schicksal seiner Familie, das zugleich die Geschichte des Familienunternehmens ist. Während der Deportationen, der Verstaatlichung und der Zwangsaussiedlung, später im Sozialismus und in den Jahren nach der Wende findet sich immer eine Idee, ein zäher Trotz oder ein Schlupfloch, mit dem der Papierwarenbetrieb weiterlebt und gedeiht. So gelangen wir ins erste Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts, in dem Gyuri, der zum Großunternehmer gewordene Erbe in dritter Generation, Bilanz ziehen muss: Was war der Preis des Erfolgs – und womit bezahlt eine Familie dieses gewisse Glück?
