Presse und Leser

Kritiken

Was Schriftsteller, Kritiker und Leser über die Bücher sagen. Aus dem Ungarischen übersetzt.

Auch als psychologischer Roman ist dieses Buch erstklassig: Im Nu versetzte ich mich in die nach Liebe hungernde Tochter, die sich förmlich aufreibt, um die Zuneigung ihres Vaters zu gewinnen. Doch das Buch ist viel mehr als ein Familienroman.

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Etwa in der Mitte folgt ein langer Abschnitt mit dem Titel „So stelle ich es mir vor“. Hier springen wir in der Zeit zurück und lernen ein zionistisches Lager kennen, das in einem Schloss im Dorf Deszk untergebracht war.

Auch für die Darstellung des Lagerlebens verdient die Autorin nichts als Lob. Die farbige Galerie der anderen Kinder und der Lehrer, ihre Menschlichkeit, zeigt eine vollkommen runde Welt – eine, die sich zudem den Kindern und Erwachsenen des Ortes nicht verschließt.

Ein sehr lesenswertes Buch, eine erfundene Geschichte, die die Wirklichkeit von Vergangenheit und Gegenwart ins Visier nimmt. Ich glaube, sie würde auch in Übersetzung gut funktionieren.

András Török · Vollständige Kritik (ungarisch)

„Die Autorin hat es in den Fingerspitzen: Man muss nicht das Große kennen, sondern die Details.“

András Visky

„Das ist kein Roman der Vergebung (wie der Klappentext sagt), sondern einer der Annahme und der unerschöpflichen Liebe.“

Moly (Leserstimme)

„Der Wanderhummer zeichnet spannende Porträts der Verlierer und Gewinner der vergangenen Jahrzehnte. Am meisten genoss ich die reich und genau ausgestalteten Details sowie die Schärfe und die beinahe berauschende Lebendigkeit, mit der die Gegenstände und Stimmungen der späten Kádár-Ära, der Wende und des ungezügelten Kapitalismus immer wieder im Text auftauchen.“

György Dragomán, Autor von „Der weiße König“

„Zuweilen beginnt man zu lesen und merkt auf einmal, dass – obwohl man früh schlafen geht – schon der Morgen graut und man noch kein Auge zugetan hat. Man verschlingt Seite um Seite, weil man wissen will, wie es mit den meisterhaft gestalteten Figuren weitergeht. Und am Morgen weiß man: Viktória Lugosi hat eine Bewunderin dazugewonnen.“

Éva Péterfy-Novák, Autorin von „Egyasszony“

„Viktória Lugosi kann hervorragend erzählen, Fäden knüpfen und wieder lösen; ihr Buch ist voller guter Geschichten. Zum Erzählen gehören Figuren, und ihre sind im richtigen Maß vertraut – solchen Menschen sind wir schon begegnet, aber eben nur solchen, denn in jeder Gestalt steckt etwas Überraschendes, Nachdenkliches, eine Wendung, aus der wir etwas darüber lernen, wie das Leben verläuft.“

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„Dazu braucht es Lebenserfahrung und vielerlei Wissen – nicht nur über die Seele, sondern über Handwerke und Berufe, über Geschäfte, die verschiedenen Viertel der Stadt, Auslandsreisen, Wohlstand und Armut, Moden, Snobismus, Wohnungseinrichtungen und das ungarische Leben der vergangenen Jahrzehnte.“

Sándor Radnóti

Hervorragend erzählte Episoden, geschickt gezeichnete, reiche Porträts. Interessante Gesichter und Schauplätze. Man riecht den Gugelhupf ebenso wie die faulenden Gemüseblätter auf dem Großmarkt. Eine der größten Stärken des Textes ist seine Anschaulichkeit.

Revizor ↗

„Charakter- und Personendarstellung sind meisterhaft. Ich gestehe, lange nicht mehr so sehr in den Sog eines Buches geraten zu sein.“

Libellum

„Auf einen Sitz liest man Agatha Christie und Chandler. Und Viktória Lugosi. Genau die. In einem Stück. Wer ist diese Frau? Wo kommt sie her? Geboren aus der Stirn des Zeus? Noch dazu in voller Rüstung? Das will etwas heißen. Außerdem trägt sie den Kuss der Muse. Auf der Stirn. Ist es der Kuss der Muse oder des Ewigen?“

Miklós Jancsó

„Das Leben einer Familie in den sechziger Jahren in Budapest, gesehen mit den Augen eines kleinen Mädchens. Allerdings ist das nicht irgendein Mädchen! Sie ist sehr feinfühlig, unbestechlich ehrlich, zugleich voller Verständnis und Liebe. Die Figuren sind großartig, liebenswert und unerträglich, als gehörten sie zu unserer eigenen Familie. Genau, mutig, vergnüglich und erschütternd – eine wunderbare Lektüre.“

Zsuzsa Rakovszky

„Schon lange sind wir nicht mehr so viel Einfühlungsvermögen begegnet, einer mit so feinen Pastellfarben gemalten, mit so viel Liebe dargestellten Figur. Neben das mächtige Familientableau Péter Esterházys, das imposante Vaterporträt der Harmonia Caelestis, und neben die Mutter- und Vaterfiguren in den Romanen von Miklós Vámos können wir – ohne die künstlerische Darstellung zu vergleichen – die beinahe mythische Großmutter aus Ajweh stellen, die zum Archetyp der jiddischen Mame wird.“

Magyar Hírlap

„Die Tugenden sind alle da: gelebte Persönlichkeit, eine spontan wirkende Dramaturgie, glaubwürdige Bezüge. Vertraut ist die nach Gemüseeintopf riechende Luft der Kádár-Zeit. […] Das Geheimnis der größten Stärke des Buches liegt in den fünfzig Zentimetern, die der Horizont eines Kindes unter dem eines Erwachsenen liegt. Von dort aus, aus größerer Nähe, sieht man die feinen Details der Welt besser – und gerade diese mit wenigen Strichen gezeichneten Details verbürgen die Authentizität des Romans.“

Magyar Narancs

„Mit unerschöpflicher Erzähllust setzt sie vor unseren Augen die Spiegelscherben ihrer Kindheit zusammen: jene kaum greifbaren, feinen Wahrnehmungen, die kleinen Momente des Erwachens zur Welt, an die sich nur wenige erinnern können.“

Nők Lapja

„Bezaubernder Humor.“

Népszava

„Ich freue mich, zu den ersten Lesern Ihres ausgezeichneten Buches gehört zu haben. Mich haben sein Humor, seine feine Ironie und jene von innen kommende Heiterkeit begeistert, ohne die man kein gutes Kinderbuch schreiben kann. Mir gefielen die wendungsreiche Geschichte, die unwiderstehliche Erzähllust und auch, dass Sie wissen: Mit Kindern muss man weder lallen noch ihnen alles vorkauen. Natürlich kann auch der erwachsene Leser seine Freude daran haben, so wie ich. Zu den Namen nur so viel: Jeder ist ein Volltreffer – und nehmen Sie es mir nicht übel, bei Egygár und Kétgár hat mich der blanke Neid gepackt. Schreiben Sie oft für Kinder. (Und für mich.)“

Ervin Lázár

Hümmögő mangelt es nicht an Fantasie: Das Buch kann erzählen, hält Kinder nicht für begriffsstutzig und erschafft eine sorgfältig gezeichnete Welt. Es folgt vielen guten Traditionen, etwa der einfallsreichen Namensgebung. […] Lugosi ist eine geborene Optimistin, die auch in der Wirklichkeit das Wunderbare sieht. Die Handlung stolpert nie, das Buch versprüht Heiterkeit und Erzähllust. Die Geschichte ist wie gemacht für einen Zeichentrickfilm.

Zsolt Bogár · Magyar Narancs

„Ungetrübtes Vergnügen verspricht Viktória Lugosis Kinderbuch Hümmögő … Obwohl die Geschichte stellenweise unverhohlen didaktisch ist, erklärt sie keinen Augenblick zu viel und zweifelt nie an der Auffassungsgabe der Kinder – selbst wenn es um das Verständnis gewichtiger emotionaler Fragen geht.“

Beszélő